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Aug. 13th, 2008

Abgeltungsteuer – Schon mal gehört?

(openPR) - Die kommende Abgeltungsteuer betrifft jeden, der jetzt oder in Zukunft Kapitalerträge erwartet. Allerdings haben fast zwei Drittel der Deutschen noch nie etwas von ihr gehört. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK hervor. Nur vier Prozent der Befragten halten sich für gut über die am 1. Januar 2009 in Kraft tretende Steuer informiert.

Auf den ersten Blick erscheint die Abgeltungsteuer einfach: Ab nächstem Jahr wird auf alle privaten Einkünfte aus Kapitalvermögen und Kursgewinnen ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent erhoben. Die Abgeltungsteuer wird direkt von der Bank ins Staatssäckel geleitet – die Steuerpflicht ist damit eben „abgegolten“. Auch direkt abgeführt werden Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Zusammen kann die endgültige Belastung bis auf 28 Prozent steigen.

Bisher mussten Kapitalerträge in die Einkommensteuererklärung aufgenommen und mit dem persönlichen Steuersatz deklariert werden. Dies entfällt mit Einführung der Abgeltungsteuer.

Wer kann sich von der Abgeltungsteuer befreien?

Für alle Anleger wird es weiterhin einen Sparerfreibetrag geben. Der heißt dann Sparerpauschbetrag: Für Ehepaare bleiben 1.602 Euro, für Singles 801 Euro Einkünfte aus Kapitalanlagen im Jahr steuerfrei. Wie bisher kann hierfür bei der Bank ein Freistellungsauftrag gestellt werden; ein bereits bestehender bleibt auch grundsätzlich weiterhin gültig.


Eine weitere Möglichkeit sich vom Steuerabzug zu befreien, bietet sich, wenn das gesamte Jahreseinkommen inklusive Kapitaleinkünften unter 7.664 Euro, dem aktuellen Grundfreibetrag, liegt. Dann sollte beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragt werden. Dies kann etwa für Schüler, Studenten oder Rentner interessant sein, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich aus Kapitalerträgen bestreiten.

Was gilt in Zukunft für Aktien und Fonds?

Für Vermögensaufbau und Alterssicherung setzen Anleger seit einiger Zeit vermehrt auf die Chancen des Kapitalmarkts. Aktien versprechen höhere Renditen als zum Beispiel Festgeld, und mit Fonds ist das Risiko des Wertpapierinvestments begrenzt. Allerdings müssen Anleger hier mit Einführung der Abgeltungssteuer umdenken.

Die wichtigsten Fakten:

• bisher waren Kursgewinne nach dem Verstreichen einer einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei

• mit Einführung der Abgeltungsteuer ab 2009 werden Kursgewinne generell mit 25 Prozent versteuert

• die Spekulationsfrist von 12 Monaten wird abgeschafft

• für Dividenden entfällt der Vorteil, dass diese nur zur Hälfte (Halbeinkünfteverfahren) besteuert werden müssen

• die umständliche Verlustverrechung übernimmt zukünftig die Bank – bei der HVB geschieht das sogar laufend optimiert, so dass so wenig Steuern wie möglich zu zahlen sind

• die Neuregelungen gelten nicht für Investments, die vor dem 1. Januar 2009 getätigt werden (Ausnahme: bei Zinszahlungen oder Dividenden aus Wertpapieren gilt dieser Bestandsschutz nicht; bei Kursgewinnen aus Zertifikaten nur eingeschränkt bis zum 30.6.2009)

„Die Änderungen können sehr komplexe Auswirkungen auf das Depot von Anlegern haben. Dazu besteht in einzelnen Punkten noch Rechtsunsicherheit. Wichtig ist, zu reagieren. Wer jetzt nicht sein Vermögen überprüft und bei Bedarf neu aufstellt, verschenkt möglicherweise bares Geld“, so Hendrik Pelckmann, zuständig für Anlageprodukte für Privat- und Geschäftskunden bei der HypoVereinsbank.

Die Folgen für den Sparer können tatsächlich gravierend sein: Laut Bundesverband Investment und Asset Management muss bei einem Fonds-Sparplan, mit monatlicher Sparrate von 100 Euro, nach 30 Jahren mit einer Abgeltungsteuer von 30.000 Euro gerechnet werden. Das Endvermögen betrüge eigentlich 150.000 Euro.

Wie kann die Abgeltungsteuer vermieden werden?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die Abgeltungssteuer zu umgehen:

Zuerst einmal kann der Anleger sein Depot vor der Einführung der Abgeltungsteuer langfristig ausrichten. Dann greift der Bestandsschutz und Kursgewinne bleiben auch nach Jahren steuerfrei. Allerdings gibt der Anleger damit seine Flexibilität auf. Denn bei jeder Umschichtung des Vermögens nach 2009 drohen 25 Prozent Abgeltungssteuer.

Eine Alternative, die Steuerfreiheit und Flexibilität verbindet, sind so genannte Dachfonds. Diese Fonds investieren das Geld der Anleger wiederum in andere Fonds. „Der Vorteil bei Dachfonds ist, dass der Manager auch nach Einführung der Abgeltungsteuer das Vermögen durch den Austausch der Zielfonds jederzeit flexibel verschieben kann, ohne dass Abgeltungsteuer fällig wird“, so Experte Pelckmann von der HypoVereinsbank.

Die HypoVereinsbank bietet ein solches Dachfondskonzept auf der Basis von so genannten Exchange Traded Funds (ETF). ETFs sind passive Fonds, die in der Regel unterschiedliche Börsenindizes nach Ländern (z.B. DAX), nach Regionen (z.B. Emerging Markets) oder Branchen nachbilden. Sie müssen daher nicht aktiv gemanagt werden. So fallen keine hohen Kosten für die Verwaltung an. Der grundlegende Ansatz: Nicht alles auf eine Karte setzen. Investitionen also weltweit diversifizieren, flexibel umschichten, und das zu sehr geringen Kosten.

Eine weitere Innovation, um die Abgeltungsteuer langfristig zu vermeiden, ist die Verbindung von Anlageprodukten mit Versicherungen. Kapitalversicherungen sind größtenteils von der Abgeltungsteuer ausgenommen.

Beispiele für eine derartige Kombination sind fondsgebundene Rentenversicherungen, wie die Aktiv-Rente der HypoVereinsbank. Hierbei werden regelmäßige Beiträge in Aktienfonds investiert, zusätzlich aber als lebenslange Rente abgesichert. Durch die Verbindung von klassischer Rentenversicherung und modernem Fonds lässt sich langfristig von den Gewinnchancen an der Börse profitieren, ohne auf die Abgeltungsteuer achten zu müssen. Und das, obwohl variable Beiträge gezahlt, und die Anlagestrategien dynamisch verändert werden können. Zudem ist eine solche Anlageform riesterfähig.

„Allerdings sollten bei Anlageentscheidungen nicht die steuerlichen Überlegungen allein im Vordergrund stehen. Grundlegend sind die Kriterien zur persönlichen Anlagestrategie - erst im zweiten Schritt ist eine steuerliche Optimierung sinnvoll“, rät Experte Pelckmann von der HypoVereinsbank.

Fazit: Anleger sollten die Zeit bis zur endgültigen Einführung der Abgeltungsteuer nutzen, um ihren Vermögensaufbau zu optimieren. Wer in naher Zukunft mit der Kapitalanlage starten möchte, der sollte sich umfassend über die neue Steuer und ihre Auswirkungen beraten lassen.

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Jul. 9th, 2008

Umsatzboom dank Sondergeschäft eines institutionellen Anlegers

Hamburg (ots) - Der Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland konnte im März mit spektakulären Umsatzzahlen punkten: Unter den Hammer kamen Beteiligungen im Wert von nominal rund 24,9 Millionen Euro. Knapp eine Million Euro Handelsvolumen entfielen dabei auf das Premium-Segment. Im Standard-Segment wurden 23,9 Millionen Euro Nominalkapital umgesetzt. Der Löwenanteil von rund 18,9 Millionen Euro entfiel dabei auf das Geschäft eines institutionellen Anlegers, der Anteile an innerstädtischen Büro- und Geschäftsimmobilien sowie an genutzten Liegenschaften in ganz Deutschland erwarb.

Premium-Segment: König & Cie. dominiert Umsatzverteilung

Mit einem Umsatzanteil von 35 Prozent konnten die König & Cie.-Schiffsfonds erstmals seit Einführung des Premium-Segments den Spitzenplatz für sich beanspruchen. An zweiter Stelle lag Hansa Treuhand mit 30 Prozent, gefolgt von HCI Schiff Fonds mit 19 Prozent Umsatzanteil. Die restlichen 16 Prozent teilten sich die Immobilienfondsanbieter Real I.S. und Roland Ernst.

Ein buntes Bild ergab sich auch bei Verteilung der Spitzenkurse. Das Containerschiff HCI MS Elbwolf stellte mit 127 Prozent der Einlagesumme den Kurssieger in Premium-Segment wie Gesamtmarkt und brach damit die Kursdominanz der Seniorenresidenzen und Einkaufscenterfonds in den vergangenen Monaten. Der 2.732-TEU-Frachter erfreut seine Anleger seit 2001 mit kontinuierlich ansteigenden Auszahlungen von zuletzt 10 Prozent der Einlagesumme. Nur wenig preiswerter war das Hansa Treuhand MS Harmony zu 124 Prozent des Nominalkapitals. Der 1.576 TEU-Feeder, der bereits seit 1994 auf den Meeren unterwegs ist, erwirtschaftete Auszahlungen von 28 Prozent der Einlagesumme für das Geschäftsjahr 2006. Alex Gadeberg, Vorstandsmitglied der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, sagt: "Die Anleger des Hansa Treuhand MS Harmony erhielten anfangs nur geringe, zum Teil sogar keine Auszahlungen. In den letzten Jahren gab es aber einen rapiden Anstieg. Eine auch zukünftig anhaltend gute Ertragssituation ist dabei wahrscheinlich, da das Schiff aktuell gut verchartert."

Standard-Segment: Bestseller DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof"

Im Standard-Segment wurde wie bereits im Februar eine Reihe großer Schiff beteiligungen in einem Stück gehandelt. Nennenswert ist hier vor allem der Geschäftsabschluss zum DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof" über ein Nominalkapital von rund 997 TSD Euro zu einem Kurs von 78 Prozent der Einlagesumme. Gadeberg: "Der DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof" gehört zu den Bestsellern am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland. Seitdem unter anderem ein großer ausländischer, institutioneller Investor im August 2006 damit begonnen hat, Anteile an diesem Fonds aufzukaufen, wechselten Beteiligungen im Wert von mehr als 6,5 Millionen Euro den Besitzer." Seit Monaten anhaltendes Käuferinteresse ziehen auch die US-Immobilienfonds DB Real Estate Midtown Manhattan (100.000 Euro zu 113,5 Prozent), DB Real Estate California (95.000 Euro zu 99,5 Prozent) und DB Real Estate Boston PremiumInvest (15.000 Euro zu 80 Prozent) an. Die Käufer stammen auch hier aus dem institutionellen Bereich.

Schiffe: Bulker-Flottenfonds gehandelt

Bei den Schiffen im Standard-Segment wechselte im März ein Schiff Anteil am Bernhard Schulte Bulker Flottenfonds den Besitzer - eine Seltenheit, da es sich um den einzigen Flottenfonds für Massengutfrachter am deutschen Markt handelt. Handelskurs waren 112,5 Prozent des Nominalkapitals. Die 2004 aufgelegte Beteiligung investiert in fünf gebrauchte Massengutfrachter der Handymax-Klasse mit Tragfähigkeiten zwischen 45.300 und 49.300 tdw (tons dead weight). Die zwischen 1996 und 1999 in Japan gebauten Schiffe verfügen alle über eigenes Ladegeschirr und werden derzeit überwiegend in innerasiatischen Verkehren eingesetzt. Die Auszahlungen an die Anleger liegen bei rund 9 Prozent jährlich (Geschäftsjahr 2006). Daneben punktete vor allem das Containerschiff Gebab MS Brüssel, das mit einem Kurs von 125 Prozent der Einlagesumme nur wenig unter dem März-Spitzenkurs lag. Der 5.618-TEU-Frachter von 1999 erwirtschaftete zuletzt Auszahlungen von 8 Prozent jährlich.

Weitere Interessante Informationen zum Thema Finanzen:
http://blogs.netplaces.de/finanzchef/
http://finanzchef.spaces.live.com/
http://theblogs.net/user/finanzchef/

May. 30th, 2008

Die Zinsentwicklung zeigt steil nach oben

(openPR) - Es vergeht momentan fast kein Tag mehr an dem nicht mindestens eine Mitteilung einer weiteren Zinserhöhung einer unserer Kooperationsbanken in unserem Haus eingeht - gleichwohl ist das Tempo der Zinserhöhungen schon atemberaubend. So stieg der Zinssatz für 10-jährige Zinsfestschreibungen in gerade einmal 2 Monaten von durchschnittlich 4,70 % auf nun rd. 5,25 % und damit um mehr als einen halben Prozentpunkt, d.h. eine Hypothek über 200.000 Euro kostet satte 1.000 Euro pro Jahr mehr als noch vor 2 Monaten. Bezogen auf die erste Zinsfestschreibungsperiode ergeben sich somit Finanzierungsmehrkosten von (je nach Tilgung) rund 7.000 bis 8.500 Euro !

Die Creativa Finanzmakler GmbH kann sich diesem allgemeinen Trend natürlich nicht entziehen, für schnellentschlossene Kunden und überschaubare Finanzierungsfälle, d.h. idealerweise die klassische selbstgenutzte Wohnimmobilie eines Angestellten mit 20 Prozent Eigenkapital stehen aber noch sogenannte Restkontingente einiger Banken zur Verfügung. Bei Eingang der wichtigsten finanzierungsrelevanten Unterlagen beispielsweise bis zum 04.06.2008 kann eine Finanzierung von 80 % des Kaufpreises somit noch zu 4,87 % nom. / 4,97 % anf. eff. dargestellt werden, üppige Sondertilgungsmöglichkeiten und Tilgungssatzänderungsoption sind dabei ebenso enthalten wie eine großzügige bereitstellungszinsfreie Zeit von 6 Monaten.


Restkontingente diverser Kooperationsbanken werden unseren Kunden auch darüberhinaus zur Verfügung stehen und die Folgen der starken Zinserhöhungen dadurch etwas erträglicher machen.

Auch für die kommende Zeit gehen wir von einem steigenden Trend bei den Hypothekenzinsen aus. Wenn nicht unvorhersehbare Störfeuer auftreten werden unserer Ansicht nach die stark steigenden Rohstoff- und Lebensmittelpreise einerseits und die möglicherweise bald ausgestandene Bankenkrise (siehe beispielsweise die Rede von Dr. Ackermann auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank vom 29.05.2008) andererseits dafür sorgen dass wir Schritt für Schritt die im Grunde seit 1995 andauernde Niedrigzinsphase verlassen und uns bald wieder auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen 50 Jahre einfinden werden:

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