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Umsatzboom dank Sondergeschäft eines institutionellen Anlegers

Hamburg (ots) - Der Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland konnte im März mit spektakulären Umsatzzahlen punkten: Unter den Hammer kamen Beteiligungen im Wert von nominal rund 24,9 Millionen Euro. Knapp eine Million Euro Handelsvolumen entfielen dabei auf das Premium-Segment. Im Standard-Segment wurden 23,9 Millionen Euro Nominalkapital umgesetzt. Der Löwenanteil von rund 18,9 Millionen Euro entfiel dabei auf das Geschäft eines institutionellen Anlegers, der Anteile an innerstädtischen Büro- und Geschäftsimmobilien sowie an genutzten Liegenschaften in ganz Deutschland erwarb.

Premium-Segment: König & Cie. dominiert Umsatzverteilung

Mit einem Umsatzanteil von 35 Prozent konnten die König & Cie.-Schiffsfonds erstmals seit Einführung des Premium-Segments den Spitzenplatz für sich beanspruchen. An zweiter Stelle lag Hansa Treuhand mit 30 Prozent, gefolgt von HCI Schiff Fonds mit 19 Prozent Umsatzanteil. Die restlichen 16 Prozent teilten sich die Immobilienfondsanbieter Real I.S. und Roland Ernst.

Ein buntes Bild ergab sich auch bei Verteilung der Spitzenkurse. Das Containerschiff HCI MS Elbwolf stellte mit 127 Prozent der Einlagesumme den Kurssieger in Premium-Segment wie Gesamtmarkt und brach damit die Kursdominanz der Seniorenresidenzen und Einkaufscenterfonds in den vergangenen Monaten. Der 2.732-TEU-Frachter erfreut seine Anleger seit 2001 mit kontinuierlich ansteigenden Auszahlungen von zuletzt 10 Prozent der Einlagesumme. Nur wenig preiswerter war das Hansa Treuhand MS Harmony zu 124 Prozent des Nominalkapitals. Der 1.576 TEU-Feeder, der bereits seit 1994 auf den Meeren unterwegs ist, erwirtschaftete Auszahlungen von 28 Prozent der Einlagesumme für das Geschäftsjahr 2006. Alex Gadeberg, Vorstandsmitglied der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, sagt: "Die Anleger des Hansa Treuhand MS Harmony erhielten anfangs nur geringe, zum Teil sogar keine Auszahlungen. In den letzten Jahren gab es aber einen rapiden Anstieg. Eine auch zukünftig anhaltend gute Ertragssituation ist dabei wahrscheinlich, da das Schiff aktuell gut verchartert."

Standard-Segment: Bestseller DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof"

Im Standard-Segment wurde wie bereits im Februar eine Reihe großer Schiff beteiligungen in einem Stück gehandelt. Nennenswert ist hier vor allem der Geschäftsabschluss zum DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof" über ein Nominalkapital von rund 997 TSD Euro zu einem Kurs von 78 Prozent der Einlagesumme. Gadeberg: "Der DG Anlage 22 "Hamburg Hauptbahnhof" gehört zu den Bestsellern am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland. Seitdem unter anderem ein großer ausländischer, institutioneller Investor im August 2006 damit begonnen hat, Anteile an diesem Fonds aufzukaufen, wechselten Beteiligungen im Wert von mehr als 6,5 Millionen Euro den Besitzer." Seit Monaten anhaltendes Käuferinteresse ziehen auch die US-Immobilienfonds DB Real Estate Midtown Manhattan (100.000 Euro zu 113,5 Prozent), DB Real Estate California (95.000 Euro zu 99,5 Prozent) und DB Real Estate Boston PremiumInvest (15.000 Euro zu 80 Prozent) an. Die Käufer stammen auch hier aus dem institutionellen Bereich.

Schiffe: Bulker-Flottenfonds gehandelt

Bei den Schiffen im Standard-Segment wechselte im März ein Schiff Anteil am Bernhard Schulte Bulker Flottenfonds den Besitzer - eine Seltenheit, da es sich um den einzigen Flottenfonds für Massengutfrachter am deutschen Markt handelt. Handelskurs waren 112,5 Prozent des Nominalkapitals. Die 2004 aufgelegte Beteiligung investiert in fünf gebrauchte Massengutfrachter der Handymax-Klasse mit Tragfähigkeiten zwischen 45.300 und 49.300 tdw (tons dead weight). Die zwischen 1996 und 1999 in Japan gebauten Schiffe verfügen alle über eigenes Ladegeschirr und werden derzeit überwiegend in innerasiatischen Verkehren eingesetzt. Die Auszahlungen an die Anleger liegen bei rund 9 Prozent jährlich (Geschäftsjahr 2006). Daneben punktete vor allem das Containerschiff Gebab MS Brüssel, das mit einem Kurs von 125 Prozent der Einlagesumme nur wenig unter dem März-Spitzenkurs lag. Der 5.618-TEU-Frachter von 1999 erwirtschaftete zuletzt Auszahlungen von 8 Prozent jährlich.

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